Palmöleinsatz beim „Biodiesel“ im Jahr 2017 in Deutschland weiter angestiegen

Eine top-agrar-Meldung vom 08.10.18 zeigt, dass zwar der Einsatz von Agrotreibstoffen in Deutschland im Jahr 2017 stagnierte, dass aber gleichzeitig die Beimischung von Palmöl-Diesel angestiegen ist.

Hier die von top-agrar auf Grund einer BEL-Statistik präsentierten Zahlen:

„Der Anteil von Biodiesel an den erfassten Biokraftstoffen stieg auf 71 Prozent, die übrigen Mengen waren Bioethanol (26 Prozent), Hydriertes Pflanzenöl und Biomethan. (…)Abfall und Reststoffe mit hoher Treibhausgasreduktion waren nach den Zahlen des BLE-Berichts mit 39,4 Prozent die wichtigsten Rohstoffe, die für Biodiesel gemeldet wurden. An zweiter Stelle folgte Raps mit einem Anteil von 35,5 Prozent. Die für die Biokraftstoffherstellung eingesetzten Rohstoffe stammten zu knapp 67 Prozent aus der Europäischen Union. Der Einsatz von Palmöl zur Biokraftstoffgewinnung stieg um 2,8 Prozent auf 17,5 Prozent.“

Abfall und Reststoffe mit hoher Treibhausgasreduktion seien nach den Zahlen des BLE-Berichts mit 39,4 Prozent die wichtigsten Rohstoffe, die für „Biodiesel“ gemeldet wurden, schreibt der landwirtschaftliche Fachinformationsdiesnt top-agrar. An zweiter Stelle sei Raps mit einem Anteil von 35,5 Prozent gefolgt. Die für die Biokraftstoffherstellung eingesetzten Rohstoffe hätten zu knapp 67 Prozent aus der Europäischen Union gestammt.

Anzumerken wäre, dass die in der EU angebauten Rohstoffe die Cross-Compliance-Anforderungen (u.a. EU-rechtlich vorgeschriebene Umweltschutzverpflichtungen) erfüllen müssen, damit die Landwirte in den Genuss der Flächenprämie kommen. Bei Einhaltung der CC-Anforderungen gelten die Rohstoffe automatisch als „nachhaltig“. Rohstoffe, die von der EU aus Nicht-EU-Ländern für die Herstellung von Agrotreibstoffen importiert werden, müssen nach Art. 17 der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED) der EU ebenfalls Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen. Diese bestehen allerdings nur aus zwei Verpflichtungen: 1. Die Biomasse darf nicht von Flächen stammen, auf denen vor 2008 primärer Regenwald gestockt hat. 2. Die Biomasse darf nicht aus biologisch hochwertigen Naturschutzflächen stammen.

Für die Kraftstoffproduzenten in Deutschland gilt, dass sie bei der Herstellung von Kraftstoffen die Treibhauseinsparquote im Jahr 2016 von 3,5 Prozent auf 4 Prozent steigern mussten. Dies könnte zur Annahme verführen, dass die Kraftstoffproduzenten den Einsatz der als „klimafreundlich“ geltenden biogenen Rohstoffen hätten steigern müssen. Aber den in der Treibstoffproduktion der EU-Mitgliedsstaaten eingesetzten biogenen Rohstoffen wird eine immer bessere Treibhausgaseinsparung attestiert. Deshalb konnten die Kraftstoffproduzenten die gestiegene Treibhausminderungsquote mit dem annähernd gleichen Biomasseeinsatz bzw. mit der fast gleichen Beimischung von Agrotreibstoffen wie vor 2016 erfüllen.

Hier der Link zur top-agrar-Meldung:

 

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